Zum Inhalt springen

Data 360

Salesforce Data 360: Vom Anwendungsfall zur Aktivierung

Data 360 & Daten3 Min. Lesezeit

Data 360 sollte nicht mit möglichst vielen Datenquellen starten. Sinnvoller ist ein klarer Anwendungsfall: Welche Entscheidung oder Aktivierung soll besser funktionieren – und welche Daten werden dafür wirklich gebraucht? So bleibt der erste Umfang klein genug, um ihn zuverlässig umzusetzen und die Wirkung Ende zu Ende zu messen.

Illustrativer Arbeitsbereich für Kundenprofil, Segmentierung und Aktivierung. KI-generierte Illustration; keine echte Salesforce-Produktaufnahme.KI-generiert
Nicht bei den Datenquellen beginnen – sondern bei der Frage, was im Zielprozess konkret besser funktionieren soll.
Hauptthema

VOM ZIEL AUS DENKEN

Das Ziel bestimmt, welche Daten wirklich gebraucht werden.

Data 360 wird schnell zu groß, wenn zuerst gefragt wird, welche Daten verfügbar sind. Besser ist die umgekehrte Reihenfolge: Was soll im Zielprozess passieren – und welche Daten braucht genau dieser Anwendungsfall?

Der Use Case begrenzt den Datenumfang. Nicht die verfügbare Datenmenge.

ENTSCHEIDUNGSPRINZIP

Data 360 lohnt sich nicht als Datensammelprojekt.

Mehr Daten bedeuten nicht automatisch mehr Nutzen. Jede zusätzliche Quelle erhöht Modellierungs-, Qualitäts- und Betriebsaufwand. Deshalb sollte klar sein, welchen Beitrag eine Quelle zum konkreten Anwendungsfall leistet.

Das Ziel bestimmt, welche Daten wirklich gebraucht werden.

Starten Sie beim gewünschten Ergebnis. Daraus leiten sich Identität, Attribute, Aktualität und Aktivierungsweg ab.

Eine Quelle gehört nur dann in den ersten Umfang, wenn sie für den Use Case einen klaren Unterschied macht.

BEISPIEL

Beispiel: Eine relevante Servicegruppe aktivieren

Illustratives Segment mit klaren Ein- und Ausschlussregeln.

Angenommen, Service möchte eine klar definierte Kundengruppe gezielt ansprechen oder priorisieren. Dann lässt sich der benötigte Datenumfang vom gewünschten Ergebnis rückwärts ableiten.

  1. Zielgruppe fachlich definieren

    Welche Kunden sollen in die Gruppe fallen – und welche ausdrücklich nicht?

  2. Benötigte Daten festlegen

    Welche Merkmale werden wirklich benötigt, um die Gruppe zuverlässig zu bilden?

  3. Identität absichern

    Wie werden Profile aus mehreren Quellen einer Person zugeordnet?

  4. Nutzung und Ausschlüsse klären

    Welche Einwilligungen, Sperren oder fachlichen Ausschlüsse müssen berücksichtigt werden?

Weitere Schritte (1)
  1. Aktivierung und Rückmeldung definieren

    Wo wird die Zielgruppe genutzt – und wie wird zurückgemeldet, ob die Aktivierung funktioniert hat?

  1. Anwendungsfall
  2. benötigte Daten
  3. Identität & Nutzung
  4. Aktivierung
  5. Rückmeldung

ERSTER USE CASE

Starten Sie mit einer Aktivierung, die Ende zu Ende messbar ist.

Der erste Use Case sollte klein genug sein, um ihn vollständig umzusetzen – und relevant genug, damit der Nutzen im Zielprozess sichtbar wird.

  1. Ein klarer fachlicher Auslöser

    Es ist eindeutig, wann die Aktivierung stattfinden soll.

  2. Eine klar definierte Zielgruppe

    Ein- und Ausschlussregeln lassen sich nachvollziehbar beschreiben.

  3. Ein konkretes Zielsystem

    Es ist klar, wo das Ergebnis genutzt wird und welche Aktion folgt.

  4. Eine messbare Rückmeldung

    Der Zielprozess liefert ein Signal zurück, mit dem sich Wirkung oder Fehler bewerten lassen.

ERSTER UMFANG

Was für den ersten Umfang geklärt sein sollte

  • Anwendungsfall und gewünschte Wirkung

    Was soll konkret besser funktionieren – und wie wird der Nutzen gemessen?

  • Zielgruppe und fachliche Regeln

    Wer gehört dazu, wer nicht und welche Bedingungen müssen erfüllt sein?

  • Benötigte Datenquellen

    Welche Daten tragen wirklich zur Bildung oder Aktivierung der Zielgruppe bei?

  • Identitätslogik

    Wie werden Profile zusammengeführt – und welche Unsicherheit ist für den Use Case akzeptabel?

Weitere Prüfkriterien (3)
  • Nutzung, Consent und Ausschlüsse

    Welche Freigaben, Sperren und Zweckbindungen müssen vor der Aktivierung berücksichtigt werden?

  • Aktivierung und Zielsystem

    Wo wird das Ergebnis genutzt und welche Aktion soll dort ausgelöst werden?

  • Rückmeldung und Betrieb

    Wie werden Fehler, Status und Wirkung zurückgemeldet und wer übernimmt im Betrieb?

NÄCHSTE SCHRITTE

Vom Nutzen rückwärts planen

Der einfachste Weg zu einem klaren ersten Umfang ist, beim gewünschten Ergebnis zu beginnen und Schritt für Schritt rückwärts zu planen.

Quellbeziehungen klären, bevor Profile zusammengeführt werden.
Illustratives Quellmapping für den Service-Anwendungsfall.
  1. 01

    Aktion bestimmen

    Welche konkrete Aktion soll im Zielsystem ausgelöst oder unterstützt werden?

  2. 02

    Belege definieren

    Woran erkennen wir, dass die Aktivierung korrekt war und Wirkung erzeugt hat?

  3. 03

    Identität und Nutzung klären

    Welche Profile dürfen zusammengeführt und für diesen Zweck verwendet werden?

  4. 04

    Pfad umsetzen

    Nur die Datenquellen, Regeln und Aktivierungsschritte aufbauen, die für den Use Case notwendig sind.

  5. 05

    Wirkung messen

    Rückmeldungen aus dem Zielprozess nutzen, um Qualität und Nutzen des Datenpfads zu bewerten.

Häufige Fragen zu Data 360

Braucht jeder Customer-360-Anwendungsfall Data 360?

Nein. Data 360 ist vor allem dann sinnvoll, wenn Daten aus mehreren Quellen zusammengeführt, Identitäten über Systeme hinweg aufgelöst oder Ergebnisse in mehreren Zielsystemen aktiviert werden müssen.

Wie viele Datenquellen sollten wir zum Start anbinden?

So wenige wie möglich – und so viele wie nötig. Für den ersten Use Case sollten nur Quellen eingebunden werden, die einen klaren Beitrag zu Zielgruppe, Entscheidung oder Aktivierung leisten.

Muss die Identitätsauflösung von Anfang an perfekt sein?

Nein. Sie muss für den konkreten Anwendungsfall ausreichend zuverlässig sein. Entscheidend ist, bekannte Unsicherheiten sichtbar zu machen und die Regeln später kontrolliert weiterzuentwickeln.

Quellen und weitere Informationen

Für die fachliche Einordnung und weiterführende Produktdetails sind insbesondere diese Quellen hilfreich:

  1. Salesforce – Was ist Data 360?Geprüft am

    Unterstützt Data-360-Grundlagen, Provisionierung und den Aktivierungspfad; Produktbezeichnungen und Plattformfähigkeiten vor Veröffentlichung erneut prüfen.

  2. Salesforce – So funktioniert Data 360Geprüft am

    Unterstützt Data-360-Grundlagen, Provisionierung und den Aktivierungspfad; Produktbezeichnungen und Plattformfähigkeiten vor Veröffentlichung erneut prüfen.

  3. Salesforce Architects – Data 360 ProvisioningGeprüft am

    Unterstützt Data-360-Grundlagen, Provisionierung und den Aktivierungspfad; Produktbezeichnungen und Plattformfähigkeiten vor Veröffentlichung erneut prüfen.

Themen dieses Beitrags