AUSGANGSPUNKT
Die richtige Frage lautet: Welche Fähigkeit soll wann besser werden?
- Menschen erreichenZielgruppen und Journeys
- Vertrauen schaffenConsent und Content
- Wirkung verbessernRückmeldungen und Betrieb
Ein Plattformwechsel ist nur dann sinnvoll, wenn daraus ein konkreter Nutzen entsteht. Beginnen Sie deshalb nicht bei Features, sondern bei Fähigkeiten, die im Marketingprozess heute wirklich fehlen oder unnötig aufwendig sind.
- Welche Zielgruppenbildung soll einfacher oder präziser werden?
- Welche Journeys oder Kanäle sollen besser zusammenspielen?
- Welche Daten sollen schneller oder verlässlicher verfügbar sein?
- Welche Aufgaben im Betrieb sollen weniger manuell werden?
Erst wenn die gewünschte Verbesserung klar ist, lässt sich sinnvoll bewerten, ob ein Wechsel überhaupt nötig ist.
ENTSCHEIDUNG VOR MIGRATION
Erst das Problem klären. Dann die Plattform wechseln.
Ein Plattformwechsel sollte ein bekanntes fachliches oder betriebliches Problem lösen. Sonst entsteht dieselbe Komplexität auf neuerer Technologie erneut.
- Welches Ergebnis soll im Marketing besser werden?
- Welche aktuelle Einschränkung verursacht das Problem?
- Ist die Einschränkung technischer, organisatorischer oder beider Art?
- Was würde nach der Veränderung im Marketingbetrieb einfacher?
- Welche bestehende Fähigkeit kann vorerst bleiben, wo sie ist?
Ein guter Migrationsgrund erklärt, was besser wird – nicht nur, was neuer wird.
DER ZEITPUNKT ZÄHLT
Nicht jede Fähigkeit muss gleichzeitig umziehen.
Die einzelnen Bereiche des Marketingbetriebs können zu unterschiedlichen Zeitpunkten für einen Wechsel bereit sein. Zielgruppenbildung, Consent, Content, Orchestrierung und Reporting müssen nicht alle im selben Release die Plattform wechseln.
Richten Sie die Reihenfolge nach Abhängigkeiten und messbarem Nutzen aus – nicht nach einem Alles-oder-nichts-Stichtag.
- BeibehaltenWas gut funktioniert
- ErgänzenWo Nutzen fehlt
- UmstellenWenn Abhängigkeiten geklärt sind
Unterschiedliche Fähigkeiten. Unterschiedliche Zeitpunkte.
MIGRATION
Keine Migration nur wegen des Produktnamens
Ein neues Produkt kann relevante Vorteile bieten. Trotzdem sollte ein Wechsel nur dann erfolgen, wenn konkrete Fähigkeiten, Betriebsaufwand oder strategische Anforderungen dadurch tatsächlich besser werden.
Eine Migration ist dann sinnvoll, wenn der fachliche Nutzen den zusätzlichen Übergangs- und Betriebsaufwand rechtfertigt.
- Bestehende Prozesse bewerten
Welche Journeys, Zielgruppen und Betriebsabläufe funktionieren heute bereits zuverlässig?
- Lücken konkret benennen
Welche Fähigkeit fehlt wirklich – und lässt sich diese auch ergänzen statt migrieren?
- Folgekosten mitdenken
Content, Integrationen, Consent, Datenmodelle und Supportwege müssen beim Übergang ebenfalls berücksichtigt werden.
- Engagement stabil weiterführen
- ausgewählte Fähigkeiten ergänzen
- schrittweise in die Zielarchitektur überführen
Drei realistische Wege
Nicht jede Organisation muss sofort vollständig wechseln. In der Praxis sind drei Übergangswege besonders realistisch.
Welche Datenbasis ein solcher Übergang benötigt, erklärt Datenbasis für KI: Was Agentforce und Data 360 wirklich brauchen.
Der beste Weg ist der, der Nutzen beweist und gleichzeitig den laufenden Marketingbetrieb beherrschbar hält.
ÜBERGANG
Planen Sie einen gestuften Übergang.
Ein Übergang wird einfacher, wenn nicht gleichzeitig Zielgruppen, Content, Consent, Journeys und Betrieb verschoben werden. Begrenzen Sie den ersten Schritt auf einen klaren Anwendungsfall.
Erst wenn der Pilot nachvollziehbar funktioniert, sollte der nächste Umfang erweitert werden.
- Pilotumfang begrenzen
Ein Kanal, ein Zweck, eine Zielgruppe oder ein klarer Journey-Typ.
- Consent und Daten klären
Festlegen, welche Einwilligungen, Profildaten und Ausschlüsse im neuen Pfad gelten.
- Content und Betrieb zuordnen
Verantwortliche Teams, Vorlagen, Supportweg und Reporting für den Pilot definieren.
- Rückmeldung sammeln
Nicht nur Kampagnenergebnisse, sondern auch Datenqualität und Betriebsaufwand beobachten.
PRÜFKRITERIEN
Was vor der Entscheidung sichtbar sein sollte
Welche Fähigkeit soll sich konkret verbessern?
Nicht allgemein „moderner werden“, sondern den erwarteten Nutzen pro Use Case benennen.
Welche bestehenden Prozesse bleiben erhalten?
Funktionierende Journeys, Content-Prozesse und Betriebsabläufe nicht ohne Grund neu bauen.
Welche Daten und Consent-Regeln gelten über Plattformgrenzen?
Quelle, Zweck, Kanal, Ausschlüsse und Widerruf müssen auch im Übergang nachvollziehbar bleiben.
Wer betreibt Alt- und Neusystem während der Übergangsphase?
Content, Zielgruppen, Support, Reporting und technische Verantwortung klar zuordnen.
Weitere Prüfkriterien (2)
Wie wird Erfolg des Piloten gemessen?
Fachliche Wirkung und zusätzlicher Betriebsaufwand gemeinsam bewerten.
Welche Bedingung löst den nächsten Übergangsschritt aus?
Erweiterung nur nach belegter Qualität, klaren offenen Punkten und bewusster Entscheidung.
KLEIN STARTEN
Einen neuen Anwendungsfall kontrolliert erproben
Ein Pilot sollte nicht nur zeigen, dass die neue Plattform technisch funktioniert. Er sollte belegen, ob der konkrete Marketingprozess fachlich und betrieblich besser wird.
01
Bestand aufnehmen
Bestehenden Ablauf, Datenquellen, Consent, Content und heutige Probleme sichtbar machen.
02
Nutzen abgrenzen
Festlegen, welche konkrete Fähigkeit im Pilot besser werden soll.
03
Zielpfad entwerfen
Daten, Zielgruppe, Journey, Consent und Rückmeldung für den neuen Pfad definieren.
04
Pilot betreiben
Kampagne oder Journey unter realistischen Bedingungen inklusive Support und Monitoring laufen lassen.
05
Übergang entscheiden
Auf Basis von Wirkung, Qualität und Betriebsaufwand bewusst erweitern, anpassen oder stoppen.
Häufige Fragen zur Einordnung
Müssen wir vollständig auf Marketing Cloud Next wechseln?
Nicht automatisch. Je nach Ausgangslage kann Ergänzen, Parallelbetrieb oder ein gestufter Wechsel sinnvoller sein. Entscheidend ist, welche Fähigkeiten Sie tatsächlich brauchen.
Kann Alt und Neu parallel betrieben werden?
Ja, wenn Zuständigkeiten, Consent, Zielgruppen, Content, Reporting und Supportwege sauber getrennt beziehungsweise abgestimmt sind. Parallelbetrieb braucht ein bewusstes Betriebsmodell.
Womit sollte ein Pilot beginnen?
Mit einem klar begrenzten Anwendungsfall, dessen Nutzen messbar ist und der nicht sofort eine vollständige Migration von Daten, Content und Journeys voraussetzt.
Quellen und weitere Informationen
Für weiterführende Informationen zu Marketing Cloud, Marketing Cloud Next und Data 360 sind insbesondere diese Quellen hilfreich:
- Salesforce – Marketing Cloud EngagementGeprüft am
Unterstützt die aktuelle Einordnung von Marketing Cloud Engagement und Next; Roadmap, Lizenz-, Namens- und Migrationsaussagen sind volatil und vor Veröffentlichung zwingend neu zu prüfen.
- Salesforce – Marketing Cloud NextGeprüft am
Unterstützt die aktuelle Einordnung von Marketing Cloud Engagement und Next; Roadmap, Lizenz-, Namens- und Migrationsaussagen sind volatil und vor Veröffentlichung zwingend neu zu prüfen.
- Salesforce – Marketing-Produkte im ÜberblickGeprüft am
Unterstützt die aktuelle Einordnung von Marketing Cloud Engagement und Next; Roadmap, Lizenz-, Namens- und Migrationsaussagen sind volatil und vor Veröffentlichung zwingend neu zu prüfen.
Themen dieses Beitrags
SO KÖNNTE ES IM ALLTAG AUSSEHEN
Drei Ansichten, die einen Plattformübergang nachvollziehbar machen.
Konfigurierte Arbeitsbeispiele mit fiktiven Datensätzen. Jede Ansicht zeigt eine konkrete Entscheidung, Übergabe oder Prüfung.
Zielgruppeneignung explizit machen
Die Zielgruppenvorschau trennt erste Eignung von späteren Versandprüfungen. Illustrativer konfigurierter Marketingablauf mit fiktiven Daten; keine exakte Marketing-Cloud-Next-Oberfläche oder Lizenzaussage.
Mit dem Finger wischen oder mit gedrückter Maustaste ziehen. Alternativ die Bildauswahl oder Pfeiltasten nutzen.
Bild 1 von 3: Zielgruppeneignung explizit machen



